Dämme die Lügen oder die Dummheit vermeintlicher Spezialisten ein, anstatt Dein Haus. Und wenn Du in einer Mietwohnung lebst, lies trotzdem weiter. Du wirst staunen und kannst handeln. Jeder Euro, den Du nicht ausgeben musst, brauchst Du auch nicht mehrfach zu verdienen (in einem Euro stecken 87 Cent Steuern und Zinsen).
Jeder Euro, den Du nicht ausgeben musst, ist weniger Energie für das System und automatisch ein Beitrag zum Aufbruch in eine neue Kultur. Solange wir keine freie Energie haben, müssen wir mit Altem intelligent handeln. Dabei halte ich persönlich von Entsagung überhaupt nichts. In Jutesäcken zurück auf die Bäume, wo wir gar nicht herkommen, ist ziemlich unsinnig. Und in den Schweinestall heutiger Art, wo unsere nächsten Verwandten leben, nein, da mag ich auch nicht hin…gib einen Teil des eingesparten Geldes lieber für reinigende und den Geist klärende Mineralien oder eine Renaturierung aus 😉 , wenn Du es nicht ohnehin schon tust.
Kernaussagen:
Und hier nun ein Auszug aus der Netzseite des „Grenzgänger – Architekten“ und bekannten Altbausanierers Konrad Fischer, mit dem ich schon einige sehr interessante Gespräche hatte:
…Und sehr schön auch die Quellenverarbeitung, aber auch Erfahrungsmitteilung von Dipl.-Ing. Thomas Göhler im Gespräch mit einem „Energiesparwilligen“:
„Na klar- ich will ja Heizkosten sparen. Ich drehe abends ab und früh wieder rauf.“
„So, so! Sie fahren also mit Ihrem Auto auch energiesparender im Stop & Go-Betrieb? Nicht! Wieso machen Sie das dann bei dem Fahren Ihrer Heizung so? Blöd nur, dass das II. Thermodynamische Gesetz dieser Erwartung des Energiesparens mit dieser Methode entgegen steht.“
Ek = ½ m * v²
Nun erläutere ich, daß die Energie, die durch Stop&Go scheinbar gespart wird unvermeidbar wieder ins Bauwerk hinein muß. Allerdings – und das ist entscheidend – nicht linear, sondern mit quadratischer Zunahme des Energieaufwands! Diesen Test habe ich natürlich schon selbst gemacht, denn auch ich habe früher ja diesen Blödsinn kritiklos geglaubt. Seitdem ich aber die Heizung konstant durchlaufen lasse, hat sich mein Energieverbrauch um mehr als 10% reduziert. Gut, daß es dabei gerade zwei vergleichbare Winter gab. Im Wohnzimmer war sogar die Ersparnis bei 1/3.
So langsam wechseln jetzt die Fronten.
„Das sehe ich ein. Aber wieso wird dann so was sogar vorgeschrieben, wenn man mit Dämmung, Nachtabsenkung, luftdichten Baracken kein Geld spart ?“, fragte mich der Berater.
Nun bin ich in meinem Element:
„Das sollen Sie ja auch damit gerade nicht – Geld sparen. Sie sollen investieren und sich verschulden dafür – möglichst über eine Generation, also mindestens 20 Jahre. …“
aus: Das Dämmstoff-Paradoxon(PDF)
Hier dann noch die interessante Stellungnahme zur Nachtabsenkung von Dipl.-Ing. Architekt Christoph Schwan aus seiner Petition gegen eine (frühere) EnEV-Novellierung:
„7) Keine Energieeinsparung durch Nachtabsenkung
Das II. Thermodynamische Gesetz steht der Erwartung, dass durch eine Nachtabsenkung bei Zentralheizungsanlagen Energie eingespart werden könne, als unüberwindliches Hindernis entgegen. Diejenige Energie, die durch abgesenkten Nachtbetrieb eingespart wird, muss unvermeidbar am Ende der Nachtabsenkung wieder ins Bauwerk eingeleitet werden. Da die energetischen Prozesse nach der kinetischen Wärmetheorie zu behandeln sind, für die die Gleichung Ek = ½ m * v² gilt, nimmt der morgendliche Energieverbrauch beim Aufheizvorgang sogar quadratisch zu. Die Erfahrung bestätigt dies, weil gleichmässig gefahrene Heizanlagen den geringsten Energieverbrauch haben.Bei den von der EnEV offenkundig favorisierten hochgedämmten Leichtbauweisen ist ausserdem eine Nachtabsenkung von Heizanlagen schon deshalb nicht möglich, weil sie wegen des geringen Wärmespeicherungsvermögens in kürzester Zeit auskühlen und bei Anheizvorgängen schwerwiegende Tauwasserschäden unvermeidlich werden. Derartige Tauwasserschäden sind sogar bei Massivbauweisen bekannt, bei denen die Nachtabsenkung als Nachtabschaltung praktiziert wird. Die hierdurch ausgelöste Durchfeuchtung der Umschliessungswände führt sogar zu einem zusätzlichen Energieverbrauch wegen der drastisch erhöhten Wärmeleitfähigkeit durchfeuchteter Wände.
Beweis:
Messergebnisse von Cammerer über die Veränderlichkeit der Wärmeleitung bei wechselnden Feuchtigkeitszuständen.“Was die Abgasverluste im Kamin betrifft – je wärmer der alte Kamin, umso mehr Wärme gibt er im Gebäude ab, umso weniger Zuheizbedarf besteht und obendrein umso länger hält das den Schlot bautechnisch in bester Ordnung: mangels Kondensateintrag aus Rauchgasen in unterkühlte Kaminzüge versottungsfrei und ohne ausgefrorene Fugen und Steine am Kaminkopf.
Und schließlich kommt doch die „alte“ Kessel- und Heizleitungsabwärme in aller Regel Ihrer Hausbehaglichkeit zugute. Sie müssen ja nicht gegen vereiste Heizräume anheizen. Alles ogo und echt Energie sparend, oder? Das vergleichen Sie mal mit den frechen Falschaussagen, die hier die Verlustbehauptungen und Energiesparversprechungen unterstellen! Alles Lug und Trug, durch nichts praktisch erwiesen. Und ein Gewimmere, Gebärme und Gemaule, wenn Sie den übel gesonnenen unter den „EnEV- und Heizungsfachleuten“ diesbezüglich mal auf den Pelz rücken und ehrliche Auskünfte abfragen.
Außerdem ist es zwar eine Auszeichung für die Überzeugungskunst der Heizkesselindustrie / der Heizungshersteller, der Regelungsproduzenten und der daran ebenfalls profitierenden Heizungsbauer, den geizerblindeten Kunden – der als Autofahrer doch ganz genau weiß, wie er bei der Stop-and-Go-Fahrweise viel mehr Sprit verbrezelt als bei stetiger Fahrweise – durch Märchen zum Kauf nachtabsenkender Technikblödeleien zu animieren – zum Energiesparen selber trägt so ein preistreibender Humbug jedenfalls nichts bei. Eigentlich unfaßbar, wie „Experten“ ihre ahnungslosen Kunden foppen können, wenn es ums Sparen geht. Das ist nur noch durch den Verkauf von Solaranlagen jeglicher Bauart zu toppen.
Machen Sie doch mal den Wahrheitstest und lassen Ihren Heizi die behaupteten Ersparnisse schriftlich garantieren. Aber bitte einen Eimer Wasser bereitstellen, um ihn aus dem folgenden Ohnmachtsanfall wieder zu erwecken!
Nehmen wir also an, sie würden – ein Ding der Unmöglichkeit – durch eine neue Heizung 0 Prozent Abgasverlust erreichen. Das hieße, Sie sparen jedes Jahr von 1.000 EUR für das teure Öl 100 EUR. Der neue Kessel kostet min. 5000 EUR, zzgl. Entsorgung Altanlage und Umbaukosten an der Kaminanlage von mehreren 1.000 EUR. Wie wollen Sie das mit den Einsparungen refinanzieren? Nach 10 Jahren sparen Sie bestenfalls 1000 EUR und können damit einen Kredit von ca. 650 EUR bedienen. Haben Sie bisher 2000 EUR auf der Heizkostenrechnung stehen, wären es 1300 EUR Kredit. Am Sankt Nimmerleinstag haben Sie es dann vielleicht geschafft, Sie Dummerle. Lesen Sie mal, was Prof. Dr.-Ing. habil. Claus Meier zum Thema schreibt…
Daniel Russ
22. Juli 2018 um 22:52 Uhr
In diesem Kommentar beziehe ich mich speziell auf das Wort Dumm bzw. Dumm-heit in Verbindung mit Blöde bzw. Blödheit. Was heist das denn wortgeschichtlich herausgearbeitet genau? (z.B. dummes Schaf, oder blöde Mücken) Hier erstmal die von mir herausgearbeitete Kurzfassung: Dumm-heit übergeordnet zu Blödheit z.B. mit der Definition mangelnde schulung des Geistes / mangelnde geistige Klarheit – Unkenntnis/Unbewusstheit. Blödheit von althochdt. blodi, schwach, kraftlos“ – an Verstand – Intelligenz – Wissen.
Die lange Fassung würde ich bei Interesse ergänzen. Jedenfalls ist das die Essenz, die mir aufgefallen ist. Quellen: Wiktionary, Wikipedia und Duden online
LG Daniel
Frank Stuwe
5. September 2017 um 10:57 Uhr
hej Leute,
wie wärs denn mit einem kleinen Atomkraftwerk für zuhause????
Wenn jemand von euch Ahnung hat, wie ich so etwas bauen könnte,
bin ich interessiert. Am Besten ein schneller Brüter, der unter den
Küchentisch passt. Oder in Form einer Blumenampel aufstellbar ist.
Mit freundlichen Grüßen
frank
Daniel Russ
4. September 2017 um 15:12 Uhr
Das finde ich auch interessant, auch den Link den Wolfgang hier gepostet hat (okay wieder das neu-deutsche ;-)). Bei uns bzw. bei mir ist momentan eine Gasheizung. Mal schauen wie ich diesen Winter ganz ohne Heizung auskomme( bin nicht mehr im Haus) oder eben eine Infarot-heizung zulegen.
Frank Stuwe
3. September 2017 um 16:40 Uhr
Hej Leute,
ich habe Heizkosten dadurch gesenkt, dass ich so gelüftet habe, dass im
Winter die Luft-Feuchtigkeit im Raum bei 45 – bis 50 Prozent lag,
so dass ich mit 17 – 18 Grad Raum-Temperatur auskam
Dämmung gibt es hier und auch Heizkörper.
Fand ich schon interessant, diese Erfahrung
Mit freundlichen Grüßen
frank
Gisela Egg
30. Dezember 2015 um 11:16 Uhr
Danke 🙂
Wolfgang Laarmanns
30. Dezember 2015 um 08:21 Uhr
Schau mal hier http://www.energieheld.de/heizung/elektroheizung/infrarotheizung
Gisela Egg
29. Dezember 2015 um 20:43 Uhr
Wenn Du nicht wie üblich die Raumluft heizt, sondern die festen Körper (auch Deinen) mit Infrarotstrahlung erwärmst (Sonnenprinzip), sparst Du bis zu 2/3 der Heizkosten. Dämmungen werden dabei zur Nebensache. Gibt es dazu noch Detaillierteres. Was genau ist mit Infrarot gemeint? Ein Rückenwärmekissen 🙂 ?
Danke