Wann haben Sie das letzte Mal den Zufall entscheiden lassen?
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Warum schnelle Medikamentenwirkungen „verdächtig“ sind

Kürzlich fragte mich eine gute Freundin, ob ich MMS kenne und wie ich es einschätze. MMS ist eine spezielle Chlorverbindung, die scheinbar zu wundersamen und sehr schnellen Heilungen selbst schwerster Erkrankungen unter anderem Malaria führe. Da meine Antwort nicht nur für MMS, sondern für jede Medikamentenwirkung und deren Einschätzung hilfreich sein kann, stelle ich den Kommentar in den Verteiler.

Lieber Uli,

heute traf ich bei einer Freundin auf ein Buch von Jim Humble „Mms – Der Durchbruch“. Ich erinnere mich ganz dumpf, dass ich schon mal davon gehört habe – von Dir? Wie weit bist Du informiert? Oder arbeitest Du gar damit? Was weißt Du darüber?

Meine Antwort:

MMS ist mir bekannt und ich rate jedem, es zu verwenden, wenn er seine Probleme nur vertagen und nicht lösen möchte. Wenn eine Substanz in der behaupteten Geschwindigkeit Symptome verschwinden lässt, dann gelingt das in den meisten Fällen nur durch eine Aktivierung des Sympathikus. Unter Adrenalin- und Kortisonausschüttung, die damit einhergehen, verschwinden die meisten Symptome und auch Schmerzen. Das kann jeder leicht in den vielen kleinen Schrecksekunden des Alltags beobachten, die den sympathischen Überlebensreflex auslösen.

Im Kontrast hierzu verlaufen die meisten Heilungsprozesse langsam, abgesehen von Spontanheilungen ohne jeden äusseren Eingriff, und sind begleitet von Nachdenklichkeit, Einsichten und intensiven Gefühlen (bisher verdrängten).

Ich verstehe Dich so: wenn ich eine der schweren Krankheiten habe, MMS nehme, spontan gesund werde, habe ich nichts gelernt. Ok. Einverstanden. Nur – wer „findet“ und nimmt MMS sofort, wenn die schwere Krankheit auftaucht? Sicher jeder Patient hat dann erst mal mehr oder weniger einen Leidensweg hinter sich. Z u l e t z t stößt er auf MMS – wird im glücklichsten Fall geheilt. Also ich denke mal, dass der Weg zur Heilung ihn hat „lernen und begreifen“ lassen, wenn er dazu überhaupt in der Lage ist. Was meinst Du?

Meine Antwort:

Noch einmal zur Verdeutlichung: Du kannst mit MMS oder Medikamenten nicht spontan gesund werden, nur symptomfrei. Dazugelernt hast Du durch die Verweigerung des Durchlebens/Durchleidens in diesem Falle auch nichts. Du bist allerdings durch die Verweigerung und die damit verbundenen Beschwerden mehr oder weniger weichgekocht, tendierst also zum Aufgeben. Wenn Du dann tatsächlich aufgegeben hast, kommt das Verdrängte wie das Fettauge auf der Suppe ins bewusste Fühlen und die Heilung beginnt.

Wer nach einem langen Leidensweg durch MMS symptomfrei wird, ist in derselben Situation. Der lange Leidensweg ist dabei nicht das, was ich mit Durchleben/Durchleiden meine, sondern gerade das Gegenteil. Er dokumentiert die Verweigerung, sich zu stellen. Geht es also zum Beispiel um die Verweigerung der Traurigkeit nach Abschied von einem geliebten Menschen, dann heilt nur das Erlebnis der Traurigkeit die dadurch unterhaltenen Symptome/Krankheit.

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  • Jürgen Meißner

    9. Oktober 2018 um 19:36 Uhr

    Hallo Stefanie Teichmann,

    hier hab ich noch mal eine Darlegung von Uli Mohr gefunden, über „verdächtig“ schnelle Medikamentenwirkungen…!

    Grüße von Jürgen Meißner

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