Wann haben Sie das letzte Mal den Zufall entscheiden lassen?
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Erfahrungen mit Infrarotheizungen als gesunder Heizungsalternative

Nach inzwischen rund zwei Monaten der Prüfung folgen nun in Kurzform die Erfahrungen, die sich aus Recherche und Anwendung von zwei Infrarot-Heizelementen im Wohnbereich ergeben haben:

Die Wärmeempfindung bei den beiden Heizelementen (550 Watt und 600 Watt) ist ausgesprochen angenehm. Die Staubbildung im Raum ist fast auf Null zurückgegangen.

Bei Aussentemperaturen bis hinunter zu etwa 0 Grad lässt sich mit einem Element von 550 Watt die Raumtemperatur bei angenehmen 20 Grad halten. Merke: Bei Strahlungswärme genügt eine deutlich geringere Lufttemperatur, um sich behaglich zu fühlen. Die Raumgröße: rund 40 Quadratmeter bei 2,70 Metern Deckenhöhe. Die Heizleistung ist beachtlich gering, angesichts eines nur mäßig isolierten Hauses. Sie ist auch weitaus geringer, als von den Anbietern zur Minimalversorgung bei alleiniger Heizung mit Infrarot bei dieser Raumgröße empfohlen!

Schon wenige Grad über Null Aussentemperatur ermöglichen es, das Heizungselement, als alleinige Heizung verwendet, sogar nachts abzuschalten. Hier fällt auf, dass die Raumtemperatur über Nacht weniger stark abfällt (maximal 2 Grad gegenüber wenigstens 4 Grad bei Aufheizung der Luft in herkömmlicher Weise), als bei Erwärmung der Raumluft durch konventionelles Heizen. Es macht sich die Aufladung der festen Stoffe deutlich bemerkbar.

Die Kosten bei 20 Cent pro Kwh belaufen sich auf rund 70 Euro pro Monat bei durchgehendem Betrieb. Allerdings kann man davon ausgehen, dass in der Übergangszeit die Heizung nachts abgeschaltet werden kann (siehe oben).

Hier wird deutlich, dass die Bewerbung der meisten Anbieter nicht ehrlich ist. Denn dieser Preis ist keineswegs günstiger als konventionelles Heizen. Interessant wird es neben dem unbestrittenen gesundheitlichen Vorteil, wenn man keine Heizungsanlage kaufen muss oder auf eine zusätzliche Hausisolierung verzichten will. Letztere braucht man nämlich nicht, wenn man mit Strahlung heizt. Dann genügen sogar Einfachglasfenster, weil sie die Infrarotstrahlung nicht durchlassen. In diesen Fällen spricht alles für die Infrarotheizung, auch der Kostenaspekt.

Tip für all diejenigen, die aus den wirtschaftlichen Überlegungen heraus keine Infrarotheizung kaufen werden: Dichte die Heizkörper so ab, das möglichst wenig Luft umgewälzt werden kann. Dass heisst: Lege eine Holz- oder Steinplatte direkt auf die Heizung und dichte die Rippen ab, um das Aufsteigen von Warmluft zu minimieren. Damit steigt relativ die Infrarotabstrahlung des Heizkörpers. Das Raumklima verbessert sich spürbar.

Für diesen Test haben wir einen deutschen Hersteller verwendet: Elbotherm in Borken. Die Heizungen sind ausgezeichnet verarbeitet und erstaunlich günstig im Preis-Leistungsverhältnis, obwohl sie in Deutschland gefertigt werden.

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