Meine Freundin Anandita ist zum Zeitpunkt dieses Dialoges rund 76 Jahre alt. Wir sind uns freundschaftlich sehr verbunden. Vor einer ganzen Reihe von Jahren hat sie das JETZT-Projekt mitgemacht, in dessen Folge wir uns näher kennengelernt haben.
Lieber Uli,
selbst auf die Gefahr hin, dass Du nun genervt bist: Die Gedanken müssen jetzt zu Dir, raus aus meinem Kopf. Und da hier nun nichts mehr geht, ist Zeit. Eigentlich sollte ich Richtung Bonn unterwegs sein, doch das scheitert am vereisten Auto. Ich müsste alle Scheiben mit heißem Wasser bearbeiten, anders werden sie nicht klar, und das möchte ich nicht. So warte ich und verlege evtl. den Termin.
Was mir seit Jahren auffällt, ist, dass ich mich bei Dir – wenn es um spezielle Gefühle oder Erfahrungen, die mit dem Alter gewachsen sind (und auch nur so wachsen konnten) geht, nicht ganz verstanden fühle. Und nicht nur bei Dir. Es ist vielleicht leicht, sich Wissen über ein Alter, das einem selbst noch bevorsteht, anzulesen, oder erzählen zu lassen, doch das hat nichts damit zu tun, wie es sich wirklich an f ü h l t. Ich habe mal einen sehr beeindruckenden Bericht im TV gesehen, da ging es auch um Alter erfahren.
Mehrere junge Männer schleppten Bierkisten die Treppen rauf, normal gekleidet. Dann ließ man sie spezielle Anzüge (so wie Schneeanzüge) anziehen, die ein besonderes Gewicht hatten. Dann schickte man sie wiederum mit den Bierkästen die Treppen rauf. Und sie waren total fertig, erschöpft. Konnten es nicht fassen. Und man sagte ihnen: genau so fühlt sich ein alter Mensch – jedoch nicht nur beim Bierkastentragen, sondern eben 24 Stunden. Das hat mich sehr beeindruckt. Und es stimmt grundsätzlich.
Bei mir nicht immer – manchmal fühle ich mich leicht wie 20, dank meiner vielen sehr überlegten Aktivitäten, doch das schwankt, ist nicht vorher einschätzbar, dann wieder schwer als hätte ich diesen Gewichtanzug an. Wenn ich mich z.B. überfordere (wir sprachen am Telefon darüber, z.B. wenn ich nochmal beim JetztProjekt mitmachte), dann beginnt mein Körper von jetzt auf gleich – ohne Vorwarnung – an zu Schmerzen. Wenn ich dann mit dem Finger z.B. auf den Oberarm oder den Oberschenkel drücke, „brennt“ der. Nach einer gewissen Pause, manches Mal genügt eine halbe Stunde, schon mal auch ein halber Tag, ist der Schmerz vorbei, und ich bin wieder fit, voll einsatzfähig.
Was passiert da im Körper? Wo kommt das Brennen her? Ich dachte schon mal, vielleicht ist es eine plötzliche Übersäuerung, dem der alte Körper nicht so schnell entgegen wirken kann? Dann aber, wieso so stark bei mir, wo ich so lange schon das Entsäuerungspulver esse?
Ich bin z.Zt. dabei, Altersgenossen (kenne leider zu wenige), dazu zu befragen, konnte aber das gleiche Phänomen nur bei einer Frau finden, sie ist 10 Jahre jünger als ich und hat in den letzten Jahren zwei Hüftoperationen hinter sich. Sie schiebt es darauf hin zurück (was ich nicht glaube, dass sie damit recht hat). Sie ist, genau wie ich, relativ dünn, beweglich.
Dahin gehört auch meine Erfahrung mit der speziellen Bettauflage. Empfohlen hat sie mir meine liebste Freundin (54), die sie für sich entdeckt hat und ganz glücklich damit ist. Seit ich nun selbst auf dieser Auflage schlafe (gerade mal seit 6 Wochen) , fühle ich mich „wie im Himmel“ aufgehoben. Sonst kam dieses Brennen, vor allem in den Oberschenkeln, auch manchmal im Bett, wenn ich zu lange auf einer Seite gelegen hatte. Das ist nun alles wie weggeblasen.
Das ist die körperliche Seite. Ebenso scheint mir, gibt es Erfahrungen, geistiger Art, die das Leben mit zunehmendem Alter schenkt, die ein jüngerer Mensch sich zwar anhören kann, sie abnickt, jedoch nicht voll „versteht“. Es ist halt „angehört“ oder „angelesen“, jedoch nicht selbst „erfahren“.
Liebe Grüße Anandita
Liebe Anandita,
Zu Deinen Überlegungen bezüglich des Alters: Ich muss das nicht erlebt haben, um zu wissen, wie es sich anfühlt, denn schwere wenn auch kurze Erkrankungen nehmen die Erfahrung eines Alterns in Schwäche vorweg. Ich bin schon des öfteren auf allen vieren zur Toilette oder Treppen heraufgekrochen, Stufe für Stufe, ich weiss sehr genau, was Schwäche ist. Das muss allerdings nicht sein, wie die Natur und Autopsien lehren. DIe Natur lehrt uns, dass jedes Lebewesen kraftvoller Selbstversorger bis zuletzt ist. Die Autopsien am Menschen lehren uns, dass eine gnadenlose Entmineralisierung den Körper verzehrt hat. Der geistige Ruehstand ist dabei der Taktgeber. Du hast Echt Sein und die Mineralien nie nach Anwendung konsequent genommen, insofern dürfte es bisher auch nicht sehr starke Auswirkungen gehabt haben. Deine Lebensweise und Deine geistige Wachheit und Beweglichkeit fangen hingegen mit Sicherheit einiges von dem Verfall auf, der die meisten im Alter erwartet. Deine bewegliche Erscheinung spricht für sich.
Zur geistigen Reife und Sichtweise kann ich nur sagen, dass jedes Leben auf einer bestimmten Ebene der seelischen Reife verläuft. Es gibt Menschen, die als Kinder eine Reife mitbringen, die die meisten in 100 Jahren nicht erreichen. Wenn man also vergleichen will, dann muss man die seelische Reife abgleichen, nicht das Alter in Jahren. Hinzu kommt, dass die meisten Menschen ihre Zeit auf diesem Planeten mit Lebenserfahrung verwechseln. Diese ist aber das Resultat aus der genannten seelischen Reife und ver-inner-lichten Erlebnissen und zwar allen, die einem widerfahren sind, bis hin zu Krieg, Gewalt und Tod. Doch auch das tun die Meisten nicht. Sie erstarren stattdessen in Verweigerung und Ablehnung, eine Erstarrung, die sich dann folgerichtig im Körper zeigt, Arthrose, Arthritis, Rheuma usw…..allgemein sind das also Folgen von Verdrängung.
Du bist absolut bemerkenswert als Existenz 😀 , es ist eine hohe Kunst, seinen Weg so zu gehen, wie Du. Dennoch denke mal über meine Ausführungen nach. Und was die Mineralien betrifft, so hast Du das jederzeit in der Hand. Es gibt hier kein „zu spät“.
Lieber Uli
Doch, lieber Uli, ich fürchte, Du musst das Altern schon erlebt haben, um zu wissen, wie es tut. Auch ich war schon sehr krank, total geschwächt (Indien vor allem). Und doch ist das anders. Es ist akut, man spürt, wie der Körper kämpft und dann irgendwann gewinnt. Beim Altern ist die Schwäche latent mehr oder weniger „da“, der Kampf hat sich erübrigt, weil der Körper verstanden hat, dass „Kampf“ nicht hilft. Akzeptanz und Geduld ist nun gefragt, und – stetig dran bleiben…..
Das ist das Einzige, was bei Dir von mir „nachgeholfen“ werden muss/müsste. Ansonsten finde ich wunderbar, was Du geschrieben hast. Vor allem das mit der seelischen und geistigen Reife. Das wissen die meisten Menschen nicht zu unterscheiden. Ich danke Dir sehr für die Erwiderung.
Die Mineralien. Ich denke, ich habe endlich einen Rhythmus gefunden: Morgens als erstes einen dicken Teelöffel Echt Sein Pulver in ein Glas heißes Wasser – trinken. Im Laufe des Tages dann einen Esslöffel vom Rein Sein Pulver in ein Glas Holunder- oder schwarze Johannisbeere-Saft (im täglichen Wechsel – das Glas steht ab dem Morgen auf dem Tisch – schaut mich an), nebenbei all die Pillchen Hell Sein(4 plus 9). Das klappt nun gut. Ist das ok so? Es ist halt insgesamt recht viel.
Sei umarmt
Anandita
Liebe Anandita,
das Altern von dem Du sprichst, ist organisch eine Entmineralisierung, die nicht natürlich ist. Daher ist auch die Schwäche nicht natürlich. Psychisch muss alles auf den Prüfstand, was für Ruhestand spricht. Denn das führt in die Erstarrung, die wiederum schwächt. Es gibt auch unter den Menschen genug lebende Beispiele, die zeigen, dass es so ist, wie ich es sage. Dazu muss ich es nicht erlebt haben, es bleibt dabei. Wenn ein knapp 80 jähriger mit Freude Marathon läuft oder eine 85 jährige gerne mit dem Fallschirm aus dem Flugzeug springt, oder ein beinahe 70 jähriger Mann mehr als 20 Ruderboote schwimmend durch einen Fluss zieht, dann genügen diese Ausnahmen, um vorzuführen, dass die heutige Art des Alterns nicht gesetzmäßig sein kann.
Zu Deinen Mineralien: Damit Du es noch mal ganz genau abgleichen kannst, habe ich die Anwendungsempfehlung noch einmal angehängt. Oder hatte ich das kürzlich schon einmal? Es ist zunächst sicher vom Gefühl her viel, was zu nehmen ist. Doch die Auswirkungen sprechen für sich im besten Sinne.