Wann haben Sie das letzte Mal den Zufall entscheiden lassen?
Wann haben Sie das letzte Mal den Zufall entscheiden lassen?

Nutzung des Netztagebuches

Das Netztagebuch soll wirklich und allein so etwas wie ein virtuelles Vereinsheim sein. Hier hat niemand sonst Zutritt und die Daten werden selbst vom Verein nicht verwendet, auch nicht zu statistischen Zwecken. Traut Euch also, auch Euren vollen Namen zu verwenden. Was spricht dagegen?

Der Sinn des Netztagebuches ist neben der Förderung des Kontaktes zu Gleichgesinnten untereinander zugleich eine leichtere Ordnung der vorhandenen Informationen. So kann sich jeder orientieren, Themen im Archiv finden, Dienstleistung und Unterstützung durch andere, nachhaltige und wertvolle Anbieter für verschiedenste Dinge des täglichen Bedarfs (Förderung von Qualität und sinnvollem, naturbewussten Handwerk etc.).

Ich bin übrigens in keinem dieser sogenannten sozialen Netzwerke, Facebook, Xing etc.. Dort werde ich auch nie zu finden sein. Sollte sich die generelle Geistesverfassung der Menschheit hingegen ändern, und statt krankhaftem Missbrauch zum Zwecke der Totalkontrolle die Chancen im Vordergrund stehen, dann bin ich sofort dabei. Ich staune immer wieder, mit welcher Bereitwilligkeit, die Menschen in Facebook ihr Innerstes bereitwillig offenlegen, um auf der Jagd nach Pseudofreunden auf dem Siegertreppchen ganz oben zu stehen. Wer hat die meisten Freundschaftskontakte? Sinnentleert, beziehungslos und auf das Siegertreppchen fixiert, ist es nur eine weitere Welt voller Zwänge.

Wer wird der Sieger sein? Diese Frage wird Facebook dem Einzelnen nicht beantworten. Doch der CIA steht auf jeden Fall auf dem Podest, wie der amtierende Leiter kürzlich begeistert vor der versammelten Presse kundtat. Niemals zuvor gab’s in der Geschichte der Geheimdienste ein derart wirkungsvolles Instrument zum Ausspionieren auch der kleinsten Details des Privatlebens von Millionen Menschen. Und alles wird freiwillig, kostenlos serviert. Wenn die Menschen nur eine schwache Vorstellung davon hätten, was man mit diesen Daten vorhat, wäre Facebook morgen tot.

Doch zugleich will ich es nicht unerwähnt lassen, dass alles im Leben seinen Sinn hat. Wer sich jeden Tag erneut der Frage öffnet „Warum tue ich das, was ich tue?“ wird anfangen, sich selbst, seine Welt und die täglichen Ereignisse im eigenen Leben anders zu sehen und letztlich zu fühlen. Ob dann Facebook zur jetzigen Zeit noch im Boot sein wird, wird sich zeigen. Auf jeden Fall ist das Netztagebuch des Vereins genau das, was ich schon sagte: Ein virtuelles Vereinsheim.

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