Das Netztagebuch und die Möglichkeit der Vernetzung ist eine Chance, die nicht zu unterschätzen ist. Wirst Du sie nutzen, solange noch alles einigermaßen rund läuft oder muss es erst „knüppeldick“ kommen? Die Frage wirst Du Dir selber am Besten beantworten können. Der Verein verbindet mit dem Netztagebuch keine weiteren Absichten, ausser genau diese Gelegenheit zu bieten. Es liegt also allein bei Dir.
Passend zum Thema lohnt es sich, die Prognosen des deutschen Philosophen Carl Friedrich von Weizsäcker zur Entwicklung der Gesellschaft zu lesen. Sie stammen aus dem Jahr 1983. Sie reihen sich ein in eine lange Kette von erschreckend zutreffenden Vorhersagen. Vergiss dabei nicht, dass diese nur den Weg der „großen Zahl“, also der Gesellschaft und Menschheit, widerspiegeln.
Zu allen Zeiten, in allen Kriegen und während aller Seuchen gab es nicht wenige Menschen, deren Lebensweg davon völlig unberührt blieb. Sie waren gesund und erfolgreich in einer katastrophalen Zeit. Das ist naturgesetzlich leicht nachzuvollziehen. Alles ist Resonanz. Was zu einer verdrängenden, sich selbst belügenden und heuchlerischen „Gutmenschengesellschaft“ passt, muss keineswegs das sein, was zu Deinem Lebensweg passt.
Deine Echtheit und Ehrlichkeit im Umgang mit Dir selber ist das entscheidende Kriterium. Gehst Du diesen Weg, wirst Du früher oder später Deine Rolle als „Nutzvieh“ einer großen Steuermelkmaschine (Es geht um Deine Energie.) erkennen, fühlen und aussteigen. Du wirst Wege finden, für das System unsichtbar zu werden. Dafür musst Du Dich nicht verstecken, sondern es genügt, innerlich aufrichtige Wege zu gehen. Der Rest ergibt sich ganz von selber. Wenn Du real und fühlbar so weit bist, zeigen wir Dir gerne die Möglichkeiten.
Doch nun hat von Weizäcker das Wort:
1. Hier noch eine der allumfassendesten Vorhersagen der Neuzeit:
„Von Weizsäcker sagte in seinem letzten großen Werk „Der bedrohte Frieden“ 1983 Hanser-Verlag, innerhalb weniger Jahre den Niedergang des Sowjet Kommunismus voraus (er wurde ausgelacht).
Seine Prognose, auf welches Niveau der Lohn,- Gehaltsabhängige zurückfallen würde, wenn der Kommunismus nicht mehr existiert, war schockierend. Weizsäcker beschreibt die Auswirkungen einer dann einsetzenden Globalisierung, (obwohl es damals dieses Wort noch nicht gab) so wie er sie erwartete.
Das System, welches für diese Verbrechen verantwortliche ist, heißt ‚unkontrollierter Kapitalismus‘.
Weizsäcker bewertete das dt.Volk wenig schmeichelhaft: Absolut Obrigkeitshörig, des Denkens entwöhnt, typischer Befehlsempfänger, ein Held vor dem Feind, aber ein totaler Mangel an Zivilcourage. Der typische Deutsche verteidigt sich erst dann, wenn er nichts mehr hat, was sich zu verteidigen lohnt. Wenn er aber aus seinem Schlaf erwacht ist, dann schlägt er in blindem Zorn alles kurz und klein, auch das was ihm noch helfen könnte.“
Carl Friedrich von Weizsäcker „Der bedrohte Friede – heute“
Danke an Inge Z. für die Weiterleitung des angehängten Briefes mit Auszügen aus dem Buch „Der bedrohte Friede – heute“ von Carl Friedrich von Weizsäcker und danke an Christine S. aus Herrsching für den Hinweis!
Daniel Russ
21. Februar 2017 um 18:06 Uhr
Interessant unter dem Aspekt der Solidarität sieht mein Vater das auch( zumindest die Krankenkasse, das Finanzamt wohl eher nicht 😉 eher als ein Notwendiges übel „Muss man halt machen“[ „Wer ist dieser Man?“]) und hat es mal versucht mir so nahe zu bringen( dass ich es glaube). Bezweifelt habe ich es vom Gefühl her schon immer, genauso wie die Politik. In der Schule kam es mir meist vor wie ein Affen-theater, so etwas einzupauken und mir die Märchen zu anzuhören.
Demo-kratie: „Demos“, „de mos“, die ungebildete Masse, Ahd/althochdeutsch „de mazza“; Ratie[ nicht kratie] ist ebenfalls Ahd/althochdeutsch und heisst Rat. Der Rat/die Herrschaft der ungebildeten Masse. Quelle: Landmann, Weltbilderschütterung. „Der Fisch stinkt vom Kopf“
Zum Thema Pfarrer:
Ich sehe es ähnlich. Alles ist letztendlich einfach so wie es eben ist, sowohl als auch. Das Leben, das mit sich selbst spielt, sich selbst lebt.
Sie sind sich einfach Bestimmtem noch nicht bewusst( und Handlungsbereit sich neu zu orientieren – Wandlung zuzulassen).
Ein Evangelischer Pfarrer( Bach Leucht), den ich als Kind in der Konfirmation hatte war richtig cool wie wir manchmal so sagen. Lange dunkle Haare mit Zopf und teils leichtem Bart, mit Herz und Menschlichkeit wie du es formuliert hast Heike. Hat auch in der „Rocky-Horror-Picture-Show“ Schul-aufführung bzw. Musical mitgespielt. Jedenfalls anders.
Liebe Grüße
Daniel
Heike Zimmermann
21. Februar 2017 um 07:11 Uhr
Na ja ob es von Respekt zeugt, aus einem Verein auszutreten, weiß ich nicht. Geht ganz einfach. Geht man zur Gemeinde unterschreibt mal wieder etwas, zahlt Verwaltungsgebühren und gut ist. Zwischenzeitlich war ich auch mehrmals in der Kirche, aber mit einer anderen Einstellung. Durfte bei der Beerdigung meines Vaters auch einen angehenden Pfarrer kennenlernen, der mein Bild von dem früheren Pfarrer total verschoben hat. Dieser angehende junge Pfarrer hatte Herz und zeigte Menschlichkeit, es waren nicht die üblichen Phrasen die er los lies, also so wie ich sie aus der Vergangenheit kannte. Ich denke auch in diesem Verein gibt es Menschen, die Gutes wollen. Ist wohl wie überall, man kann nicht immer alles über einen Kamm scheren, was nicht heißen soll, dass ich in diesen Verein wieder eintreten würde 😉
Hier bin ich auch eine Mitgliedschaft in einen Verein eingegangen, aber dies habe ich freiwillig getan, weil mir die Idee von Herr Mohr gefällt. In eine Kirchengemeindschaft wird man hineingeboren und als Kind kann man nicht selbst entscheiden, man muss das tun, was die Eltern wollen. Eine Gemeindschaft von Menschen die sich gegenseitig unterstützen, finde ich gut. So sah mein Vater früher auch das herrschende System, ob Finanzamt, Krankenkasse etc., er sah es unter dem Aspekt der Solidarität.Nur desto größer ein System wird, desto unübersichtlicher wird es und der wahre Grund dahinter, ist dann meist nicht mehr zu sehen. Bzw. ich seh es heute als reine Abzocke.
Liebe Grüße auch an dich Daniel
Daniel Russ
21. Februar 2017 um 02:03 Uhr
Respekt Heike, ich weis gar nicht so recht wo ich anfangen soll. Ich war in der evangelischen Konfirmation wohl nur scharf auf die Geschenke und darüber hinaus Angst nicht dazugehören zu können, denn es haben ja scheinbar alle, viele meiner Freunde( die ich damals als Freunde bezeichnete) gemacht. Ausgetreten bin ich immer noch nicht, aber schon lange nicht mehr direkt damit in Kontakt gewesen( weder Hochzeit oder anderes).
Aus dem Verschwörungs-theoretischen( wohl eher -praktischen)Kreis ähnelt das Ritual „Abendmahl“ wie vieles in der christlichen Kirche satanischen Ritualen. Durch die Bücher „Die Herrschafft des gesunden Menschenverstandes“ und „die verleugnete Brutalität der Liebe“ von Uli Mohr habe ich natürlich mittlerweile eine ganze andere Einstellung gewonnen. aber meine Oma, mit der ich momentan noch zusammenwohne erinnert mich hin und wieder daran( und den subjektiv superhässlichen eckigen katholischen Klockenturm mit Kreuz obendrauf, den ich aus einen meiner Zimmerfenster deutlich sehen kann… danke ;-)).
Liebe grüße und viel Erfolg( der folgt)
Daniel
Frank Stuwe
20. Februar 2017 um 23:15 Uhr
Hej Menschen,
ich habe die Möwe Jonathan von Richard Bach, mehr als einmal gelesen.
Es geht um das Selbe Thema: Möwen die Fischkutter umkreisen, wenn sie nicht gerade selbst Fische im Meer fangen. Jonathan wird ausgeschlossen, weil er lernen möchte sehr schnell
zu fliegen. Er lernt sehr schnell zu fliegen, und entdeckt dann andere Möwen,und sie finden ihn. Eines Tages lernt er sogar sich blitzschnell von einem Ort zu einem Anderen zu begeben.
Mit freundlichen Grüßen
frank
Heike Zimmermann
19. Februar 2017 um 22:49 Uhr
Vielen Dank lieber Paul für deine Geschichte zum Austritt aus der Kirche, an der ich als Kind schon gezweifelt habe und zum Übel meiner Eltern fast nicht konfirmiert wurde. Mir wäre es egal gewesen, denn die meisten meiner Schulkameraden, waren eh nur heiß auf die Geschenke.
Mir war es damals schon ein Greul, mich vor die ganze Kirchengemeinde zu stellen, dort vor den ungeliebten Pfarrer zu knien und das sogenannte Abendmahl zu empfangen……..roter Wein als Symbol des Blutes Christus und dann auch noch die Hostie als Symbol für einen Leib zu essen, mir wurde fast übel.
Ich war ja im Konfirmationsunterricht, mit meinen lästigen Fragen, schon unangenehm aufgefallen und so zwang ich mich, anständig zu sein und mich nicht vor der Kirchengemeinde zu übergeben.
Dann hat es noch ca 10 Jahre gedauert und ich bin aus diesem Verein ausgetreten, was mir mein Vater bis kurz vor seinem Tode sehr übel nahm, obwohl er selbst kein Kirchgänger war. Er meinte nur, da wo man hineingeboren sei, bliebe man auch drinnen.
Als Kind in einem evangelischen Kindergarten hatte ich schon bemerkt, dass das was uns erzählt wurde, jeder für seine Zwecke benutzte. Liebe, nur wenn man gehorchte und ansonsten wurde man bestraft……und das obwohl man gar nichts Schlimmes getan hatte.
Im Religionsunterricht durfte man Verse und Lieder auswendig lernen, wozu ich keine Lust und auch kein Hirn hatte 😉
Und dann als ich Fragen bzgl Adam und Eva, den ersten Menschen, die zwei Söhne hatten, stellte,
wurde ich als unverschämt betitelt. Ich wagte zu fragen, wo denn die Frauen von Kain und Abel herkamen, wenn doch Adam und Eva die ersten Menschen waren. Dann kam da noch die Frage der Inzucht von mir auf, und dann war Schluss mit Lustig beim Pfarrer. Dies hatte zur Folge, dass meine Eltern vorstellig werden durften und ich eine Riesenstandpauke bekam.
Daniel Russ
5. Juni 2016 um 14:06 Uhr
Danke für die Inspiration Paul! 🙂
Paul Miejski
2. Juni 2016 um 19:00 Uhr
Wie es die Kirche geschafft hat, dass ich mich ohne Groll von ihr verabschieden konnte.