Wann haben Sie das letzte Mal den Zufall entscheiden lassen?
Wann haben Sie das letzte Mal den Zufall entscheiden lassen?

Geld, Kalzium, Sanum-Präparate und Schüssler-Salze

Der Bogen der heutigen Aussendung ist weit gespannt. Doch da ich alle von Christa gestellten Fragen für wichtig halte, und sie auch schon öfter gestellt worden sind, stelle ich Fragen und Antworten allen zur Verfügung.

Lieber Uli,

Bin mit dem Buch „Die Menschliche Schule“ schon zweimal durch und arbeite mich langsam durch die Herrschaft des gesunden Menschenverstandes.

In der „Menschlichen Schule“ schreibst Du, dass sich der Überschuss immer in Richtung Mangel bewegt – von Plus nach Minus. Aber beim Geld scheint dieses Prinzip doch nicht zu funktionieren. Da kommt doch auf den Haufen immer noch mehr drauf und wer in der Abwärtsspirale ist hat Mühe, da wieder Boden unter die Füsse zu bekommen.

Oder hab ich es falsch verstanden?

Zu den Mineralien hätte ich auch noch die Frage, wie das ist mit Calcium z.B. Ich erlebe viele ältere Menschen mit der Zeit immer starrer und steifer und viele von denen nehmen Calc/Mag ein. Ist das in der Kombination anders oder aufgrund der kolloiden Form?

Freue mich, wieder von Dir zu hören.

Ganz liebe Grüße
Christa

Liebe Christa,

Zu Deiner Frage bezüglich des Geldes. Der oberflächliche Fluss ist sicher oft so, wie Du ihn beschreibst. Doch die oberflächlichen Vorgänge und Handlungen sagen nichts aus, über das was in der Tiefe die echte, gefühlte Wirklichkeit ist. Du erfährst durch die Beobachtung der Oberfläche rein gar nichts über Motive, Sehnsüchte, Gefühle und Empfindungen. Grundsätzlich gibt es zwei „Modelle“, die der Einordnung Deiner Beobachtung dienen. Welches das Leben bestimmt, ergibt sich aus der charakterlichen Grundaufstellung.

Variante 1 ist, die Überkompensation/Dominanz, d.h. die eigene Minderwertigkeit kann hinter dem Glanz eines äusseren Erfolges versteckt werden. Variante 2 ist das offensichtliche Defizit/das Devote, Unterwürfige. Hier gelingt es nicht, die Minderwertigkeit zu verbergen. Alles liegt offen.

Ein Mensch mit viel Geld wird in der Regel durch den Zufluss weiteren Geldes innerlich noch ärmer und einsamer. Er wird von seinem Geld bestimmt und
regiert. Er hat Angst es zu verlieren. Er benutzt es, um sich in seiner inneren Verlorenheit und Minderwertigkeitsgefühl nach aussen mit Statussymbolen aufzuwerten. Dazu dient das Auto, dazu dient Markenkleidung, Uhren und all das, was die Konsumwelt für dieses Versteckspiel liefert. Hast Du das einmal erkannt, dann kannst Du im Leben Deines Gegenübers schon lesen, ohne nur ein Wort mit ihm gesprochen zu haben, ohne sein Gestik und Mimik studiert zu haben.

Ich hatte schon einmal in einer älteren Aussendung diesen biblischen Spruch erwähnt „Eher passt ein Kamel durch ein Nadelöhr, als das ein Reicher in den Himmel kommt“. Der Himmel ist in jedem von uns, und das Tor öffnet sich erst, wenn wir uns den echten Werten des Lebens zuwenden. Das ist Natürlichkeit, Echtheit, Offenheit, Verbundenheit mit sich und allem drumherum. Es ist eine innere Haltung, die zwischen Besitzen und Haben zu unterscheiden weiss. Dafür muss man meist erst mal alles verloren haben (Gesundheit und/oder materielle Güter bzw. Sicherheit). Ohne den Kontakt zu den wahren, spirituellen Werten wirst Du von Deinem Besitz besessen. Fazit: Die Menschen zu denen das Geld fließt, ohne dass sie Kontakt zum spirituellen Wesenskern des Lebens haben, werden immer einsamer.

Andersherum gilt natürlich ebenso, dass derjenige, zu dem das Geld nicht fließt, ebenfalls ein Problem hat. Das liegt nun meist darin begründet, dass er entweder das Da Sein in dieser materiellen Welt verneint, oder durch eine andere charakterliche Grundausstattung nicht dazu in der Lage ist, seine Minderwertigkeit durch Gewinn an Geld und Macht zu verbergen. Das ist die

Variante 2.

Der Sachverhalt lässt sich im Sinne der „Menschlichen Schule“ noch aus einer anderen Perspektive betrachten. Ich habe öfter Menschen beobachtet und begleitet, die zunächst über Jahre Variante 1 leben konnten. Dann drehte ihnen das Leben „den Hahn zu“. Sie haben alles verloren, sind dadurch aber seltsamerweise sehr viel reicher geworden. Sie fühlen sich auch so und zugleich sehr viel freier. Der Grund ist das Zerbrechen der alten Wertehierarchie. Es ist die Erfahrung, dass man ohne jeden materiellen Besitz auf das Leben selber geworfen wird und sich dabei zutiefst rückbesinnen kann. Das gelingt, wenn man dabei nicht in Verbitterung erstarrt, was dem Unwissenden beschieden ist. Nach diesem Erlebnis ist alles anders und oftmals beginnt nach dieser Katastrophe auch das Geld wieder zu fliessen.

Es hat aber keine Macht mehr und wird von diesem Augenblick an zu dem, was es ursprünglich ist: Ein Mittel um zeitversetzt erbrachte Leistungen zu tauschen. Statt Konsum und Selbstdarstellung wird es zum wertvollen Instrument für das Entstehen eines wahrhaftigen neuen Miteinanders. Und das ist keineswegs als eine Absage an Komfort und Luxus zu verstehen. Auch die indische Askese ist Käse. Sie ist ein Missverständnis von vielen, sie ist eine innere Abwendung von der handfesten Wirklichkeit dieser Welt. Spiritualität ist nicht „irgendwo da draussen“. Sie ist hier und da und überall, wir sind mittendrin. Das macht es so schwer, sie zu erkennen. An sich alles ganz einfach.

Zu Deiner Frage bezüglich Kalzium und Magnesium. Beides sind wesentliche und unverzichtbare Bausteine. Bausteine können aber nichts aus sich heraus. Salopp gesagt sind sie blöd und liegen herum 😉 . Bewegt werden sie von dem geistigen Baumeister in uns. Das ist unser Gemüt/unsere Psyche. Es sind unsere Gedanken, die Gefühle und Ängste erzeugen, die sich in Handlungen ausdrücken.

Die Weltsicht, die Glaubenssätze und die daraus resultierenden Motive bestimmen daher die Verwendung der Bausteine im Körper. Die dramatische Unterversorgung ist dabei ein anderes Spielfeld und darf nicht mit der Fehlverwertung von Mineralien verwechselt werden. Die Unterversorgung ist die generelle Katastrophe der Menschheit während der letzten Jahrhunderte. Wir „vergammeln bei lebendigem Leibe“, weil uns diese chronische Auszehrung dahinrafft. Dadurch bewegen wir uns im Leben auf einem generell niedrigen Energie- und Gesundheitsniveau. Das muss nicht sein. Dafür habe ich damals die SEIN-Mineralienmischungen entwickelt.

Die von Dir angesprochen Versteifung und tatsächlich reale Verkalkung ist eine Fehlverwertung und somit ein Signal für psychische Konflikte. Generell sind die Erstarrungskrankheiten wie Arthrose, Rheuma samt aller weiteren so kreativ wie irreführenden Diagnosen dieses Formenkreises sogenannte Zivilisationskrankheiten, die große Teile der Bevölkerung plagen. Du brauchst für ein echtes Verständnis nur den äusseren Eindruck des Erkrankten studieren. So starr wie er daherkommt, so erstarrt ist er innerlich. Mit anderen Worten war er nicht in der Lage, die Veränderungsaufforderungen des Lebens in die Tat umzusetzen. Es sind die kleinen und großen Schicksalsschläge, in denen die großen Chancen liegen. Das ist sicher eine unbequeme Tatsache, doch sie birgt zu gleichen Teilen die Chance auf ein weitaus erfüllteres und glücklicheres Leben. Der heutige Mensch kennt aber diese Zusammenhänge nicht (Simplonik und Menschliche Schule berichten davon ausführlich und in aller Einfachheit). Somit erstarrt er „Warum ausgerechnet ich?“ in Verbitterung angesichts des unerwünschten Lebensverlaufs. Davon zeugt früher oder später auch der Körper. Das ist schon alles. Und dass es genau so und nicht anders ist, lässt sich leicht beweisen. Denn wenn der Erstarrte innerlich in Bewegung kommt, die Chance der Trauer erkennt und die Trauer „wagt“, dann verschwindet die Erstarrung, gleich wie lange sie sich als Plage eingenistet hatte. Die Psyche bewegt die Mineralien, daher lege ich jedem die dauerhafte Auseinandersetzung und das Studium der Simplonik nahe. Man vergesse nie, Mineralien sind blöd 🙂 .

Deine Fragen fand ich so grundsätzlich wertvoll liebe Christa, dass meine Antwort sehr lang wurde und ich das Ganze in den Verteiler gebe, verbunden mit dem Dank, dass Du diese Fragen gestellt hast!

Lieber Uli,

Dein Newsletter ist sehr gut! Danke!

Wie siehst Du die Schüssler Salze und die Sanum Mittel?

Wenn ich eine Reinigung mit Deinen Mineralien machen möchte, wie viele benötige ich und wie könnte dabei eine Begleitung von Euch aussehen – falls ich eine bräuchte?

Liebe Christa,

das freut mich, wenn er Dir gefällt! Schüssler Salze sind „nett“. Doch es genügt das Studium der Gesichtszüge von Schüssler, um zu sehen, dass die Denkrichtung gut, aber die Übersicht fehlerhaft ist. Das Ausmaß des Defizits an Mineralien hat sich für mich erst mit dem Studium alter Chemiebücher der letzten 200 Jahre in seiner totalen Dimension erschlossen. Wir können im Grunde alles, was wir aktuell an Mengenangaben über Defizite haben, auf die Halde werfen. Sanum Mittel sind prima, wenn man die Krankheit manipulieren will, sie sind Kampfmittel und gehören somit an einen bestimmten Platz des inneren Entwicklungsweges. Doch auch Kampfmittel sind nur dann wirkungsvoll, wenn der Körper mit ausreichender Mineralienausstattung reaktionsfähig ist. Genau diese Reaktionsfähigkeit bleibt mit der zunehmenden Entmineralisierung auf der Strecke. Davon wissen viele naturheilkundliche Therapeuten „ein Lied zu singen“, da sie anders als der Schulmediziner mit ihren feineren Methoden, das Defizit schneller bemerken.

Zu den Mineralien: Wenn Du es umfassend und gründlich machen willst, dann verwendest Du alle vier Rezepturen und denkst in Jahren. Über die Zeitdauer würde ich jedoch vorerst überhaupt nicht nachdenken, sondern das erste Mal nach vier Wochen und dann nach drei Monaten Bilanz über die Erfolge ziehen.

Was bis dahin passiert ist, körperlich wie geistig, spricht für sich. Der weitere Weg ergibt sich dann ganz von selber. Die Begleitung erfolgt telefonisch mit einem gemeinsamen Telefonat pro Woche über die ersten vier Wochen. Dann hast Du die ersten Erfolge und bist rundum klar und vertraut mit der Anwendung.

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