Wann haben Sie das letzte Mal den Zufall entscheiden lassen?
Wann haben Sie das letzte Mal den Zufall entscheiden lassen?

Von Mäusen, Katzen und kleinen Spatzen

Tief in uns tragen wir das Wissen, dass am Ende alles einfach ist. Ganz im Sinne des Zukunftsromans „1984“ von George Orwell hat wohl auch bei den Worten „Fortschritt und Rückschritt“ eine Sinnverdrehung des Inhalts stattgefunden. Fortschritt ist Rückschritt und Rückschritt ist Fortschritt.

Lasse Dich nicht von der Kompliziertheit des rückschrittlichen Fortschritts täuschen. Keiner ist ein „kleiner Spatz“ und muss andächtig den Worten und Taten von Spezialisten lauschen, die diese Kompliziertheit wie eine Religion praktizieren. Ob es um Psychologie geht oder Medizin, um Chemie oder Physik oder ob Du einfach nur ein gesundes und kostengünstiges Haus bauen willst, Einfachheit ist praktikable Realität. Wer sucht, findet durchweg, dass man es früher „besser“ wußte, sprich intelligent und naturnah vorging.

Wenn Du die Einfachheit entdecken willst, musst Du sie zunächst für möglich halten. Dann schärfen sich die Sinne für das Thema ganz von selbst. Es ist die Kunst, die richtigen Fragen zu stellen. Und noch einen Schritt zuvor wird es Zeit, dass Du aufhörst, Dich für einen „kleinen Spatzen“ oder „kleinen Wurm“ zu halten.

Zu diesem Thema schreibt Claudia G. aus Leipzig:

Lieber Uli,

ich muss Dir erstmal persönlich schreiben, weil ich fürchte, dass ich dies ziemlich „verquirlt“ tue. Zunächst möchte ich mich recht herzlich für das Buch „Elektrizität-Unsere wahre Nahrung“ bedanken. Es liest sich gut und verständlich. Es hat zwar ein „bisserl“ gedauert, ehe ich fertig war – weil ich immer wieder innehalten und „verdauen und denken“ musste, doch dann habe ich es gleich zum zweiten Mal gelesen und mir Notizen gemacht. Das verinnerlicht bei mir immer besser.

So kann ich es kaum beschreiben, aber immer wieder „fiel der Groschen“. Auf einmal bemerkte ich, dass meine Portionen beim Essen schon länger (bevor ich das Buch bekam) immer kleiner wurden, dass mein Süßigkeitenfach immer leerer blieb, ich Verschiedenes lange nicht mehr gegessen habe usw.

Es ist unglaublich, wie einfach alles ist, und doch hat (und tut es noch) es sich beim Lesen genauso angefüllt, so klar, so wie soll ich das sagen, als hätte ich das immer schon „gewusst“, nur vergessen, oder als wäre alles schon in einem. Aber plötzlich erschrecke ich über diese Gedanken, denn das wäre doch vermessen. Schließlich hast Du all dies herausgefunden und ich kleiner Spatz habe bisher nur „versucht“ durchzukommen.

Es hat mir eben aber soviel einleuchtet, dass ich mich frage, warum bin ich nicht selbst dahinter gekommen, warum habe ich all den anderen Mist geglaubt, wäre nicht richtig formuliert.

Es ist einfach unfassbar, wie viel Müll man im Laufe der Jahre im Kopf angesammelt hat. Schon von Schulbeginn an oder früher? Du hast sehr Recht, wenn Du sagst, man kann die frei werdenden Ressourcen nutzen um……….-Und genau das ist heute früh passiert. Plötzlich hatte ich eine Idee. Darüber berichte ich, wenn was draus wird. Und da fielen mir diese Worte ein und so fühle ich mich zunehmend. Es ist mir, als ob ein ganz großer Haufen Ballast von mir abgefallen ist. Ich hoffe, dass ich nicht zu wirr geschrieben habe, und dass es überhaupt lesbar ist.

Liebe Grüße!
Claudia

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