Nachfolgend findest Du einen sehr ausdrucksstarken Bericht von Eric, der uns dankenswerterweise an seinen tiefgreifenden Erkenntnissen teilhaben lässt.
Sie geben eine Idee davon, inwieweit negative Grundannahmen sich in den verschiedensten Bereichen des Lebens bemerkbar machen können. Damit kommen Zusammenhänge an die Oberfläche, die zuvor nicht als solche erkennbar waren. Damit einher geht die Einsicht, wie der Weg zur Lösung zu beschreiten ist.
Sein Beispiel zeigt deutlich die intensive Kopplung zwischen Entzug der Aufmerksamkeit durch das Umfeld und dem Aufkommen von Todesangst. Auffällig ist dabei seine Redesucht und das erkennbare Verlangen, den Anderen als unerfahren und doof dastehen zu lassen. Wer sich nicht überhöhen kann, versucht oft, den anderen klein zu machen.
Lasse Dich durch Eric´s Zeilen zur Selbstbeobachtung anregen. Als Person sind wir mehr oder weniger alle von den Folgen der Aufzucht zu einem abhängigen Teilnehmer einer Massengesellschaft betroffen. Für alle, die diesen Weg in intensiver Form angeleitet beschreiten wollen, gibt es die Alltagsbegleitung.
Lieber Uli, lieber Nico,
noch fällt es mir schwer es kürzer in Worte zu fassen.
Negative Grundannahme oder Glaubenskonstrukt welches mein Handeln bestimmt oder bestimmte.
Ich bin auf gedeihen und verderben Sklave (meiner Frau & meiner Familie) wenn ich ihr „Wohl“ gefährde oder dabei versage bin ich dem Tode geweiht.
Der Tod widerfährt mir durch Ignoranz, ich werde so behandelt als existiere ich nicht. (gefestigter Glaube von mir). Also erzeuge ich immer Provokationen bis ich anderen den Nerv treffe und somit zu spüren bekomme, dass sie mich wahrnehmen, auf die Gefahr hin, das sie mich zur Strafe gleich wieder ignorieren könnten.
Die Strafe als Kind meiner Mutter war Ignoranz, denn auf andere Strafen oder Sanktionen habe ich nicht reagiert (so ihre Aussage).
Die Strafe bei Uwe und Ines der Gruppe war „Ignoranz“ und die Behauptung ich wüsste worum es geht.
Kopplung aus meiner Kindheit, wenn ich etwas falsch mache oder etwas meiner Mutter missfällt was ich getan habe, werde ich sterben. Der Tod als Kind kam mit der Sanktion, die Sanktion war gekonnte Missachtung und Ignoranz von mir. Speziell durch meine Mutter. Teilweise ohne die Auflösung was „Falsch“ war und ohne das ich wusste, dass es sich gerade um eine Strafe handelte. Meine Mutter berichtete später Mal während eines Gespräches innerhalb Familie und Freunden, voller Stolz, das die einzige Strafe die bei mir geholfen hat die „Missachtung bzw. Ignoranz“ von mir war. Der von ihr „sogenannte“ Liebesentzug war ein komplettes ignorieren oder missachten von mir. Weswegen das Adjektiv „missachtenswert“ auf meiner Liste negativer Grundannahmen weit verbreitet ist.
Somit entwickelte ich im Laufe meines Lebens diverse Strategien um aufzufallen. Eine war besonders übertriebene, überschwängliche oder aufdringliche Freude. Ich musste also mit einem Verhalten auffallen bis ich eine Reaktion (Überreaktion) in meiner Lebensumgebung auslöse. Dies zeigte sich später mit besonders auffälligem flotten (nicht übersehbaren) Fahrverhalten um Aufzufallen, oder mit „flotten“ Sprüchen. Eine „närrische Art“ um alles ins Lächerliche zu ziehen oder in eine Komödie zu verwandeln. Die sogenannte Narrenfreiheit habe ich kultiviert. Eine weitere Möglichkeit, die allerdings im Laufe der Jahre, wenn man es über alle Lebensbereiche ausdehnen will, sehr anstrengend wird wäre und war für mich permanent mit „Leistung“ glänzen. Sehr zuwider meiner faulen Natur. Dieses idiotische Glaubenskonstrukt dürfte die eigentliche Ursache für „Burnout“ sein. Wer da clever ist kultiviert das Auffallen dann mit der „Opfersituation“. Ich behaupte von mir jetzt ich hatte es in allen Bereichen des Lebens Faust Dick hinter den Ohren.
Ich habe mein Talent, das feine Gefühl und Gespür für bestimmte Situationen und Stimmungen, permanent missbraucht um kleine und größere Provokationen zu initiieren. Denn mit jeder dieser fein orchestrierten Provokation, schlug mir früher oder später eine kleine oder größere Reaktion entgegen. Diese permanente Sucht (Suche) nach Reaktion war immer wieder die Rückmeldung noch nicht gestorben zu sein. Solange mein Gegenüber noch auf mich reagiert, bin ich nicht tot.
Eine permanent wirksame Kopplung der Todesangst an ein für mich (als Kind und Erwachsener) „unbestimmtes“ unspezifisches Muster und Verhalten. Gleichwohl auch die Kopplung an jedes „Unwohlsein“ meines Gegenübers gekoppelt war.
Meine Missachtung (Ignoranz) & Todesstrafe ging jedenfalls immer mit einem mir am Gegenüber auffallenden Unwohlseins oder einer Wut einher. Erste Projektionsfläche dafür wäre meine Mutter, zweite meine Frau, dann andere Frauen, später erst Männer.
Womit ich im Alltag permanent auch auf das „Unwohlsein“ (gestörte Wohlbefinden) und auf Wut anderer Menschen unbewusst „angespannt“ reagiere. Denn dort habe ich auch die Todesangst (mein ignoriert werden) gekoppelt. Eben das dieses Unwohlsein oder diese Wut Anderer hätte immer mit mir etwas zu tun. Damit besteht für mich immer Lebensgefahr ich hätte etwas damit zu tun, ohne dass ich es bemerkt hätte, oder ich hätte es mit meiner Provokation erzeugt (was ja auch häufig der Fall war).
Wut anderer „Personen“ ließ mich häufig selbst erstarren oder mir das Blut in den Adern gefrieren.
Ein wahrhafter Teufelskreis oder elektrisch betrachtet ein permanenter Schwingkreis, der sich auflädt oder schneller schwingt, entlädt und dann wieder auflädt/aufschwingt.
Jedenfalls erfasse ich erst jetzt die Tragweite, die Einfachheit und zugleich so gut vor mir selbst versteckte WIRKUNG der unbewussten KOPPLUNGEN.
Ich habe soeben alle meine Listen zu negativen Grundannahmen, die ich als Fotos gesichert hatte, elektronisch und in Papierform erstellt hatte abgeglichen. Es war über 5 Jahre lang „alles“ drauf, die Kopplungen & die Wirkung in Bezug auf die Todesangst und wie es mein Verhalten so unbewusst & permanent bestimmte kann ich dennoch erst jetzt vollständig sehen/erkennen.
Erst jetzt habe ich es wirklich kapiert wie es läuft. Vorher war es für mich nur ein sehr stimmiges noch „leeres“ Prinzip. Jetzt ist es gefüllt mit dem Fühlen und Spüren unmittelbar im Alltag. Es herrscht nun häufig (bei weitem nicht immer) eine Art Synchronizität zwischen dem Wissen um das Prinzip, die jeweilige Situation mit Differenzierung (zwischen meiner „geglaubten Situation“ und dem was gerade die Situation von meinem Glaubenskonstrukt unterscheidet oder unterscheiden könnte) und meiner Gefühlswelt die ja maßgeblich vom Glauben bestimmt ist und sofort durch den Abgleich mit der tatsächlichen Situation/Ereignis nachlässt oder sich entladen kann.
Mit zunehmender Entspannung wird es immer klarer erkennbar.
Mir war das Prinzip bekannt, allerdings noch nicht klar für mich in meinem Leben Dasein sichtbar.
Die Kopplung zwischen Leid und Freude, welche aus den Situationen mit meinem Vater förmlich hervor sticht, ist noch nicht mit darin mit berücksichtigt. Da scheint der Saboteur jedenfalls täglich seine Wirkung zu haben. Die Ellenbogen fallen im Alltag inzwischen vielfach auf.
Wie schwer es mir noch immer fällt es in einfache klare wenige Worte zu fassen.
Ganz liebe Grüße und ein herzliches Danke für die Impulse
Eric