Wann haben Sie das letzte Mal den Zufall entscheiden lassen?
Wann haben Sie das letzte Mal den Zufall entscheiden lassen?

Vom Geltungsdrang zu natürlicher Führung

Nachfolgend findest Du einen Dialog mit Uli, in welchem er Anregungen zu den Themen Simplonik als Nische, Geltungsdrang und natürlicher Führung gibt.

 

P.: Für die Teilnehmer bist Du bestimmt eine außerordentliche Wissens- und Aktionsquelle die leider in den offiziellen Teilen unserer Gesellschaft überhaupt nicht vorkommt. Die Angriffe die auf Dich gerichtet sind möchte ich gar nicht wissen…

Uli: In der Tat ist die Simplonik ein Nischengeschehen und daran dürfte sich beim rasanten gesellschaftlichen Verfall auch wohl nicht unbedingt etwas ändern. Zugleich ist der Begriff der Nische relativ. Insgesamt erreichen wir weltweit sicherlich eine siebenstellige Zahl an Interessierten, die mehr oder weniger engagiert sich über den Tellerrand hinaus bewegen. Es ist eine außerordentlich interessante Erfahrung, wo überall Deutsche leben, deren Familien zum Teil vor Jahrhunderten Europa verlassen haben und immer noch deutsche Pässe und Muttersprache Deutsch haben. Vor längerer Zeit hatte ich mal eine Schätzung von rund 100 Millionen Auslandsdeutschen zur Kenntnis genommen.

P.: Mir ist beim Zuhören wieder einmal bewusst geworden, daß ich im Gegensatz zu Dir meinen Führungs- und Sendungswillen verloren habe.

Uli: Sendungswillen habe ich schon lange nicht mehr. Das war eine so notwendige wie zugleich anstrengende, manchmal sogar qualvolle Zeit. Wer zuhören und anwenden will, wird dies tun oder es lassen. Das ist mir gleichgültig, denn ich lerne und reife durch das, was ich tue. Lernen durch lehren ist eine uralte Weisheit, die man gar nicht hoch genug zum eigenen Wohl einschätzen kann. Führungswille, ich weiß nicht, ob dies das richtige Wort ist. Es ergibt sich an sich automatisch, da alle von mir berührten Themenbereiche naturgesetzlich und wissenschaftlich durchdrungen sind. Sie bedürfen keiner Beweisführung mehr, allein der eigenen Überprüfung und erfolgreichen Anwendung. Insofern ergibt sich automatisch eine Art natürlicher Führung.

P.: Dadurch ist auch der Antrieb im Leben für mich schwieriger geworden, denn diese Aktivitätslücke Lücke zu füllen ist gar nicht so einfach, aber ich bin es müde immer eine ganze Schar vor mir herzutreiben und für alles Verantwortlich zu sein.

Uli: Das ist sehr gut nachvollziehbar, zumal wir in diesen modernen Gesellschaften auf Leistung, Anerkennung und Selbstdarstellung gedrillt sind. Der wirkliche spirituelle und so sinn- wie sinnenvolle Antrieb in der Tiefe bleibt meist ein Leben lang unbemerkt. Er ist die einzige wirklich fortwährend sprudelnde Quelle einer inspirierenden Motivation, die oftmals schwierige und doch so wertvolle Lebensreise fortzuführen und keineswegs limitiert durch einen in der behaupteten Weise gar nicht existenten Tod.

 

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