Es folgt der Kommentar eines Zuschauers von Simplonik-TV zu Uli´s Neigung, gelegentlich Kleidungsstücke zu tragen, die in der heutigen gesellschaftlichen Auffassung als typisch weiblich gelten:
Gestern habe ich ein Video gesehen wo hauptsächlich über deinen Werdegang gesprochen wurde. Ich gehöre auch zur Generation „Sicherheit“, meine Eltern waren ausgebombt und hatten nichts, gar nichts, das können wir uns nicht mal vorstellen. Die Etappen, die du durchlaufen hast kommen mir bekannt vor.
Wo du meines Erachtens einem Irrtum unterliegst, sind die Frauenkleider. Du möchtest damit die weibliche Seite in dir heilen, betonen, oder zum Erwachen bringen, oder so ähnlich. Ich denke es ist nur ein Glaube. In anderen Kulturen z. B. Bali, in Schottland tragen Männer auch Röcke, aber sie verkleiden sich nicht in Frauenkleidung. Indien zeigt, dass Männer ebenfalls farbenfrohe und reich geschmückte Gewänder tragen können, aber sie würden kein Sari anziehen.
Ich weiß, dass du hervorragend zwischen den Zeilen lesen kannst und genau verstehst auf was ich dich aufmerksam machen möchte. Dein Ansatz ist definitv gut und auch mutig und äußerst notwendig. Das Mann-Frau, Gott-Göttin-Thema in Balance zu bringen ist einer der wichtigsten Themen überhaupt. Ich denke, davon hängt sogar der Weltfrieden ab.
Hilfreich könnte vielleicht das Thema energetisches Kleidernähen sein, wo Hosen ohne die Kreuznaht im Schritt genäht werden. Es hat seinen Sinn warum wir in diesem Körper inkarniert sind. Übrigens, High Heels ist wie man heutzutage die Frau schwächt, keine Erdung möglich. In früheren Epochen hat man ihr Tonnen mehrere Laken Stoff übergestülpt bis zu 10 kg, oder ihr die Luft abgeschnürt, etc. Danke für deine großartige Arbeit, die Denkanstöße und Erkenntnisse, die ich durch dein Wissen bisher erzielen konnte.
Uli´s Antwort:
Ganz herzlichen Dank für diese kritische Betrachtung und den Einblick in die eigene Sichtweise und natürlich auch für die Anerkennung!
Ein geschichtliches Detail zum Thema Kleidung mag für Dich noch hilfreich sein für das Gesamtverständnis. Röcke und Gewänder sind traditionell Kleidungsstücke beider Geschlechter gewesen. Der Stöckelschuh gehörte hingegen zu männlichen Kleidung und war ursprünglich für die Reiterei entwickelt worden.
Erdung verliert man durch Stöckelschuhe nicht, das ist eine kursierende Behauptung ohne sachlichen Hintergrund. Erdung und selbstbewusste wie selbstbestimmte Zentriertheit ist ein psychisches Phänomen in erster Linie.