Ist Dir schon einmal aufgefallen, wie viele vermeintliche Wahrheiten wir als selbstverständlich hinnehmen, ohne zu bemerken, dass sie bestenfalls aktuelle Meinungen oder relative Interpretationen sind?
Unser Verstand hat die seltsame Eigenart, eine erste Information zunächst einmal als die richtige anzunehmen und alles was folgt, daran zu messen – Stichwort „erstgelernte Wirklichkeit„. Wie oft ist es Dir beispielweise schon passiert, dass Du allein auf Grund einer aufgeschnappten Meinung Dritter, mit einer bestimmten Erwartung auf jemanden zugegangen bist, mal ehrlich? Eine andere Stolperfalle unseres Verstandes ist die Besonderheit, Fakten zu interpretieren, um einen Zusammenhang erkennen zu können. Warum machen wir das überhaupt? Vielleicht in der Hoffnung, einen Überblick und die Kontrolle über zukünftige Ereignisse zu gewinnen? Unglücklicherweise machen wir diese Interpretationen zu unserer Wahrheit, anstatt bei den Fakten zu bleiben.
Weil die Straßenbahn morgens um 7:05 Uhr vorbeifährt, riecht es nach Kaffee. Die Verknüpfung erscheint vollkommen schwachsinnig, aber schließlich geschieht beides gleichzeitig. Also könnte man annehmen, dass das eine mit dem anderen zu tun hat. Tatsächlich hat jedoch der Nachbar den Kaffee gekocht. Alles klar, magst Du jetzt denken. Das mag in diesem Falle auch zutreffen, aber wie oft verknüpft die so genannte moderne Wissenschaft zeitgleiche Fakten auf Grund von Annahmen und vertritt diese Konstruktionen dann als Wirklichkeit mit Ursache und Wirkung? Wir sollten nie vergessen, dass vor noch gar nicht allzu langer Zeit die moderne Wissenschaft felsenfest die Lehrmeinung vertrat, wenn man mit einem Zug schneller als etwas 40 km/h fährt, der menschliche Organismus das unmöglich überleben könne. So geschehen in Deutschland im vorletzten Jahrhundert.
Diese Grenzen werden von Visionen gesprengt, Ausblicken auf eine größere Wirklichkeit jenseits der aktuellen Interpretation von Fakten. Lasst uns nun gemeinsam Visionäre sein in Sachen Alterungsprozess und Vitalität.
Nun, die Interpretation ist kurz und bündig zu beschreiben: Wir werden geboren und altern mit jedem Jahr. Dazu kommen alle möglichen äußeren Schädigungen wie schlechte Nahrung, Sonnenstrahlung, Krankheiten usw. Alle diese Beobachtungen werden gemeinhin mit „weil“-Aussagen verknüpft und daraus wird eine passende Theorie gestrickt. Wie eine Schafherde folgen nun an die meisten brav dieser spekulativen Realität.
Fakt ist, wir werden geboren und leben in der Zeit. Doch wer sagt, dass die biologische Uhr nach Zeitjahren tickt? Wenn es so wäre, wie kann es sein, dass Menschen mit 85 Jahren Fallschirmspringen, mit 80 Jahren Marathon laufen, mit 100 Jahren in den Spagat hineinspringen, oder dass es ganze Völker gibt wie die Hunzas oder südamerikanische Stämme, die bei bester Gesundheit und Vitalität über 100 Jahre alt werden? Warum sehen manche Menschen wesentlich jünger aus, als sie sind und andere wiederum werden wohl kaum so alt, wie sie aussehen?
Sprengen wir gemeinsam den Kreis der heute noch gültigen Interpretationen und machen uns auf die Suche nach einer größeren Wirklichkeit, in der es Menschen möglich ist, eine neue Dimension von Leben zu erfahren. Entdecken wir gemeinsam eine Welt, in der erkennbar und spürbar wird, dass wir uns zwar zweifellos in einem Zyklus von Leben und Sterben befinden, doch nicht notwendigerweise in einem Zyklus des allmählichen Verfalls, sondern vielmehr der Wandlung…
Hier geht es weiter zu Teil 2.