Die Tatsache, dass das Altern aus naturgesetzlicher Sicht ein Prozess der Energiebindung an nicht durchlebte Gefühle ist, macht verständlich, warum dieser Vorgang umkehrbar ist. Es ist die Energie, die man zum Verdrängen aufwenden muss. Das entspricht exakt der Beobachtung, die ich erstmalig im JETZT-Projekt gemacht habe.
Jugendliche Frische und Vitalität – innerlich wie äußerlich – ist demnach durchaus lebenslänglich möglich. Wie das konkret funktioniert, erläutere ich zum Ende dieses Beitrags. Damit wir uns nicht missverstehen. Ich rede hier nicht vom ewigen Leben. Dieses sehnsüchtig von vielen beschworene Ziel ist letztlich nichts anderes, als die Verdrängung des Todes. Die Todesangst bindet reichlich Energie und mit dem Streben nach ewigem Leben oder selbst Lebensverlängerung, bereiten wir gerade dem Gegenteil den Nährboden.
Wenn wir hier überhaupt über Ziele reden wollen, stellt sich die Frage, was denn am wichtigsten im Leben ist? Ist es das lange Leben, ewige Jugend? Oder ein erfülltes und glückliches Leben, das wir uns wünschen, JETZT, da wo es zu spüren ist?
JETZT präsent zu sein ist auch die Voraussetzung dafür, dass sich das Säcklein an verdrängten Gefühlen der Vergangenheit leert, wann und wo soll ich sie sonst spüren können? Und wenn man dann keine „verdrängten Gefühlsleichen mehr im Keller hat“, wird gleichzeitig die Lebensenergie ungehindert fließen. Das Sterben bedeutet in diesem Zusammenhang nicht mehr als ein Übergang in eine andere Daseinsform, die irgendwann geschieht. Also nochmals, wir reden hier nicht vom aus der Verdrängung geborenen Ziel des ewigen Lebens, sondern von lebenslänglicher Jugendlichkeit, wie auch immer sie für den Einzelnen erfahrbar wird.
Hole „die Leichen aus dem Keller“, stelle Dich Deinen beiseitegeschobenen Gefühlen und stelle eine ausreichende Mineralienversorgung sicher für Deine Gesundheit und Dein Wohlbefinden, und nicht gegen Krankheit, Übergewicht oder was auch immer. Mache das Leben zu Deinem Spiel, anstatt Dir weiterhin mit Kontrolle und Disziplin alles schwer zu gestalten!
Die Antwort ist einfach und kurz: Gar nichts! Alles, was Du tust, wird von dem Ausblick auf ein Ziel bewegt. Ein Ziel entsteht immer nur aus Vorstellungen von richtig und falsch. Wenn Du unbedingt etwas üben willst, dann übe Dich darin, ein beteiligter Beobachter Deines Lebens zu werden und einfach die Dinge so wahrzunehmen, wie Du sie in einem bestimmten Augenblick erlebst. Du kannst nicht aktiv daran ändern, dass Du so bist, wie Du bist. Denn in der Natur wird alles indirekt angebahnt. Eine Pflanze wächst nicht, indem man an ihr zieht, sondern die richtigen Voraussetzung schafft (Wasser, Licht, Nährstoffe…).
Damit fängt die Leichtigkeit dieses inneren Weges an. Wenn Du willst, kannst Du Dich auch ablehnen. Selbst das kann eine bemerkenswerte Erfahrung und Beobachtung sein. Weniger philosophisch und mehr praktisch ausgedrückt: Nimm an Deinem Leben JETZT teil, alles andere kommt ganz von selbst.